Abendrot am Schwedeneck

Das Abendrot an der Ostsee wollte ich erleben. Also fuhr ich mittags zum Schwedeneck, an den Ort, den mir meine Tochter letztes Jahr zeigte. Schon die Anfahrt war ein Erlebnis, vorbei an Feldern ging es in Richtung Meer. Und dann endlich konnte ich es auch schon sehen. Noch ein paar Kurven und ich war da. Ich parkte am Parkplatz bei Gröhnwold Camping. Mit Rucksack und Kamera machte ich mich auf den Weg zum Strand.

Am Strand

Ganz besonders ist für mich immer der erste Blick auf das Meer. Tuch ausbreiten und erst einmal das Rauschen der Wellen genießen.

Ach und was liegt denn da? …ein Stein, ein schöner Stein. Ich kann an Steinen nicht einfach vorbei gehen. Die Auswahl auf meinem Tuch wanderte in meinen Beutel, den ich natürlich ganz zufällig dabei hatte.

Nachdem ich mich ein wenig ausgeruht hatte, überkam mich ein Hungergefühl. Auf meinem Weg hierher bemerkte ich ein kleines Restaurant, die Windbar. Ich machte mich auf und bekam dort sehr freundlich einen Platz im Außenbereich angeboten. Mit einem richtig guten Weizenbier und einer großen Portion Pommes gestärkt, ging ich wieder zum Strand.

Ich verbrachte die Zeit bis zum Sonnenuntergang mit Fotografieren. Naja und Steine sammeln, auch ein paar Muscheln waren dabei.

Was ich nicht bedacht hatte, dass es kühl wird an der See. Sollte ich fahren oder warten? Ich hatte mich so darauf gefreut, den Sonnenuntergang, von dem meine Tochter so schwärmte, zu erleben. Also blieb ich. Es ist schön zu sehen wie die See sich verändert. Die Dämmerung ist eine so herrliche Stimmung, sie gefühlsmäßig auf ein Bild zu bekommen ist fast unmöglich. Die Farben veränderten sich, die Wellen wurden etwas heftiger. Und ich fand einen sehr kleinen Hühnergott :-).

Und mit den längeren Schatten wird es immer kühler. Aber ich bleibe.

Ich blieb bis die Sonne unterging. Es war ein sehr überwältigender Augenblick für mich.